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Alpine Behandlungen

Ein Hauch von Lavendel liegt in der Luft. Auf dem Tisch ein Teller mit Kräutern, dahinter Katarina Zausinova, Spaleiterin im Hotel Das Rübezahl. Ihre schwarzen langen Haare umspielen das feine Gesicht, während sie konzentriert die richtige Menge Kräuter auf ein quadratisches Leintuch streut. Rund vier Schnapsgläser voll Brennnessel, drei voll Melisse und zwei mit Lavendel. „Der Inhalt variiert je nach Anwendungsbereich“, sagt Katarina. „Das ist das Schöne daran, wenn man die Stempel selbst bindet: Wir wissen immer genau, was drin ist.“ Auch auf etwaige Unverträglichkeiten der Gäste kann so eingegangen werden. Wichtig sei nur, dass sie rechtzeitig Bescheid wissen. Eine halbe Stunde müssen die fertigen Stempel nach dem Binden in heißem Kräuteröl ziehen.
Von den Stempeln mit Standardfüllung gibt es aber immer rund 50 auf Vorrat – die Nachfrage ist groß. Kein Wunder bei der Wirkung. „Viele unterschätzen die Brennnessel und tun sie als Unkraut ab“, sagt Katarina. „Dabei ist sie eine wirklich mächtige Pflanze. Sie wirkt reinigend, entschlackend, entzündungshemmend und schmerzstillend.“ Aber auch Melisse hat es in sich. Genau wie Brennnessel wirkt sie schmerzlindernd. Zudem hat sie krampflösende und stärkende Eigenschaften. Lavendel wirkt desinfizierend, beruhigt und entspannt. „Leinstoff absorbiert die Wirkstoffe von Kräutern und Öl unheimlich gut“, erklärt Katarina und streut die letzten Kräuter auf das Tuch. „Außerdem ist dieser Naturstoff antibakteriell und leitet Wärme.“ Während sie das Leintuch zu einem Stempel bindet und es fest verknotet, baden nebenan schon die fertigen, handtellergroßen Stempel in heißem Kräuteröl – die Anwendung kann beginnen.

Das gedämpfte Licht einiger Teelichter taucht den Behandlungsraum in warme Farben. Während Katarina die Massageliege in eine für sie angenehme Position fährt, berührt sie mit leichtem Druck Energiepunkte an den Fußsohlen. Vorsichtig streicht sie mit den heißen Leinen-Kräutersäckchen die Wirbelsäule entlang. Der Körper gewöhnt sich schnell an die spezielle Wärme und die Muskeln fangen an, sich zu entspannen.
Während zwei Kräuterstempel an den Enden der Wirbelsäule ruhen, breitet sich ihre Wärme langsam im Körper aus. Katarina massiert derweil Nackenmuskulatur und Kopf. Leichte Friktionen bringen die kreisenden Gedanken zur Ruhe, sanfter Zug entspannt den Nacken. In fließenden Bewegungen gleiten Katarinas Hände wieder zurück zum Rücken. Warmes Öl fließt den Rücken entlang, während sie mit großen streichenden Bewegungen die Muskulatur lockert. Das Zusammenspiel von Kräuterduft und wohltuender Massage lässt alle Sorgen für einen Moment verdampfen. Trommelnd lässt Katarina dann die Kräuterstempel den Rücken rauf- und runterwandern und walgt sie so in Muskulatur und Gewebe ein. Die Kräuter knistern unter dem Druck der Hände, Kräuterextrakte und Öl verteilen sich über den gesamten Rücken, während getränkter Leinstoff die Haut stimuliert.

Neben den Kräuterstempeln bietet die Beauty-Alm zahlreiche weitere alpine Behandlungen an. Bei einer Rückenoder Ganzkörpermassage wählen Gäste Lavendel-, Latschenkiefer-, Zirbeloder Edelweißöl als Zusatz. Zudem stehen eine Allgäuer Steinmassage, eine Fußmassage mit Johanniskrautcreme, eine Heublumenpackung oder Honigpackung und -peeling aus hoteleigenem Honig zur Auswahl.
Für Paare gibt’s im Hotel Das Rübezahl übrigens etwas ganz Besonderes: die Private-Spa-Suite. Hier genießen sie bis zu zweieinhalb Stunden entspannte Privatsphäre. In einer großen Rundwanne und – wer mag – bei einem Glas Champagner relaxen Paare in einem romantischen Bad mit Rosenöl. Neben einer Zirben-Infrarot-Kabine mit selbst einstellbarer Lichttherapie bildet die Dampfdusche ein weiteres Highlight. So wird die Duschkabine zum Dampfbad – herrlich! Zudem besteht die Möglichkeit auf eine Partneranwendung. Ein halbtransparenter Vorhang trennt den Massagebereich ab. Am Besten buchen Paare die Private-Spa-Suite mitsamt den Anwendungen direkt bei der Zimmerreservierung. Die Beauty-Alm ist immer gut besucht und spezielle Arrangements sind schnell ausgebucht. Für einen romantischen Abschluss  sorgt das große Kuschelbett. Hier ruhen Paare bei Alpenköstlichkeiten gemeinsam nach.