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Mit Basti in die Berge

An Basti kommt keiner vorbei. Nicht beim Wandern, nicht in Schneeschuhen, nicht auf dem Weg zur Rohrkopfhütte und ehrlich gesagt auch sonst bei keiner Outdoor-Aktivität.
Basti Remmler ist Bergführer. Keiner von den Asketen, sondern einer von der Sorte Bayerisches Urvieh, wie er selber lachend sagt. „Ich hab mein Hobby zum Beruf gemacht“, sagt der Basti und zählt ein paar Gipfel auf, die er bestiegen hat. In den Anden, in Afrika, in den Alpen natürlich – nur nicht die Modeberge, wo man vor lauter Touristen die Natur nicht mehr sieht.
„Mein Heimatrevier sind der Tegelberg und die Allgäuer Alpen mit dem Reutner Höhenweg“, sagt Aktivguide Basti bei einer kleinen Tour in Richtung Rohrkopfhütte. Eigentlich steht erst morgen wieder eine der wöchentlich drei festen Touren an, aber der Basti ist halt lieber in der Natur unterwegs, als dass er im Haus bleibt.

„Mit den Gästen bin ich morgen um die sechs Stunden unterwegs“, sagt er. „Inklusive Einkehr in der Rohrkopfhütte, einem Bier und der Brotzeit.“ Dass schon vorher aus Fremden Freunde werden, gehört dazu. „Fürs feine Siezen bin ich halt nicht gemacht“, sagt er. „I bin einfach der Basti.“
Im Winter bringt der Basti den Gästen des Hotel Das Rübezahl in Nullkommanichts das Schneeschuhwandern bei. „Für mich ist das die eleganteste Art, sich langsam fortzubewegen“, sagt Basti. „Du erlebst auf Schneeschuhen viel mehr Natur, als wenn du den Berg runterdonnerst.“

IM SOMMER AUF DEN STEPPER

Im Sommer haben Bastis Carving-Ski und die Schneeschuhe Pause. Dafür geht es mit dem Streetstepper auf Tour, mit dieser witzigen Mischung aus Fahrrad und Stepper. Man steht hinterm Lenker, tritt wie beim Treppenlaufen in die Pedale und diese Energie gibt dann den Vortrieb. „Das lernst du in fünf Minuten“, sagt Basti und behält recht. Der Streetstepper macht tierisch Spaß und natürlich hat der Basti für Gäste ganz unterschiedliche Tourenvorschläge zur Hand. Wer will, lässt es in den Alpen knacken. Und wer nicht, bleibt eben entspannt im Vorland oder nimmt Kurs Richtung Forggensee.
Wer lieber das Mountainbike nutzt, ist bei Basti ebenfalls gut aufgehoben – nur bei Gleitschirmfliegern und Wassersportlern ist er raus. „Ganz ehrlich: Das ist mir unheimlich“, sagt er. „Ich stehe lieber mit beiden Beinen auf dem Boden.“ So wichtig wie der Spaß und die Freude an der Natur sind dem Basti aber auch Sicherheit und Gesundheit. Als zertifizierter Bergwanderführer ist er auf Notfälle eingerichtet. Basti ist jederzeit übers Bergwetter im Bilde, er weiß um mögliche Lawinengefahren im Winter und gibt gern seine Bergerfahrung an Gäste weiter. Beim Schneeschuhwandern heißt das: „Lauf wie John Wayne! Und vergiss einfach, dass du so Entenfüße unten dran hast.“Nur vor einem schützt er nicht: vor Muskelkater. „Den braucht’s“, sagt Basti. „Dann denkst du länger an mich!“